Geld

Für die meisten Menschen ist Geld ein Tabuthema. Ja, auch zum Teil für mich.

05. November 2010
Geld

Für die meisten Menschen ist Geld ein Tabuthema. Ja, auch zum Teil für mich.
Man spricht nicht darüber, wieviel man verdient, oder wie hoch der Schuldenstand ist.
Wie heißte der Spruch noch gleich: Über Geld spricht man nicht, man hat es.

In Amerika ist es Pflicht, dass die Reichen offen legen, was sie besitzen. Ok, da wird zwar auch vieles verheimlicht, doch die Listen werden ständig durch die Presse gereicht, wer was hat.

In Deutschland undenkbar, da sich hier keiner in die Karten schauen lassen möchte. Nö, ich auch nicht.

Mike
05. November 2010

Ich glaube keiner gibt gerne zu, daß er Schulden hat, oder vielleicht zu gut lebt*zwinker*

Ein Tabu? Ja, auch für mich.

Und mal Ehrlich, ich möchte nicht wissen, was mein Nachbar verdient, besitzt, Selbstständiger Steuerberater, ne kleine Villa, Park ähnliches Grundstück...
Aber man gönnt es Ihm, Bodenständig, Menschlich*top*

Von daher, sei es jedem gegönnt, was er sich "verdient" hat, denn das ist kein TABU, wenn man es wirklich GÖNNEN tut.

lg
Holly
05. November 2010

Genau, wir sollten mehr gönnen und weniger neiden. Wir Deutschen sind ein Volk von Neidhammeln, wie mein Vater es immer so treffend formuliert.

Zwar leben wir in einer Welt voller Statussymbolen, die wir nur allzugern zeigen wollen, aber auf der anderen Seite verstecken wir dann unsere Lohnzettel, oder Einnahmen, weil wir den Neid fürchten.

Man will sich keine Blöse geben und niemandem Einblick gewähren. Ein anerzogenes Tabu, welches so gut wie nie gebrochen wird. Warum aber sind wir genau beim Thema Geld so voller Tabu´s? Selbst unseren besten Freunden zeigen wi unsere Kontoauszüge nicht und uns steigen die Nackenhaare zu Berge, wenn wir sie unseren Steuerberatern überlassen müssen.

Mike
05. November 2010

Zwar leben wir in einer Welt voller Statussymbolen, die wir nur allzugern zeigen wollen, aber auf der anderen Seite verstecken wir dann unsere Lohnzettel, oder Einnahmen, weil wir den Neid fürchten.

oder aber...
Wir doch vermeiden wollen, daß jemand doch "unsere" Schulden sieht???

lg
05. November 2010

Was sind Äußerlichkeiten in Form von Haus, toller Wagen und luxuriöse Einrichtung?

Es besagt nichts über die wahre Vermögenslage.
Alles ist heute miet-und schuldbar.
Ein Blendwerk heutiger Zeit, um persönliche Darstellung in der Gesellschaft zu etablieren.

Ich frag mich sehr oft:
Wie kann es sein, dass ein Bub mit keine 20 einen Schlitten sich leisten kann, der an/über die 100.000 geht?
Mit normaler Arbeit garantiert nicht, so meine bescheidene Meinung.

Es sind und bleiben Statussymbole,
die nichts über wahres Vermögen aussagen.
Eben Blendwerke

LG
05. November 2010
Auf Pump...

...habe ich mir zwei Harley's gekauft, weil mir danach war und es ist mir egal, ich verdiene (äh bekomme) auch genug, um mir dieses leisten zu können (Pump, ist oftmals rechnerisch ökonomischer als ansparen). Im Übrigen gehöre ich vermutlich zu den wenigen Personen die keine Probleme damit haben dieses Geld Tabu zu brechen, weil es mir schon immer auf den Keks ging, diese Heimlichtuerei damit.

Der Kauf der Harley's war in jedem Fall der Aufstieg in eine Welt, wie ich es als langjähriger Motorradfahrer nicht für möglich gehalten hätte...da zählt plötzlich alles andere nicht und man spielt plötzlich in der obersten Liga. Das Umfeld behandelt einen auch völlig anders wenn man mit der Maschine vorfährt... aber das ist eine andere Geschischte und vielleicht schreib ich mal ein Buch drüber.... *grins*

In jedem Fall hab ich es "zu was gebracht", wenn ich zurück blicke, wie meine Startvoraussetzungen waren und ich bin stolz darauf.

Mir tun diese Blendwerke gut, für mein Ego, weil ich auch weiss, dass ich etwas dafür geleistet habe. In der Hinsicht bin ich ein sehr grosser Egoist.

Oft sagen diese Blendwerke eben doch was (@sorry Haus am See) über das Vermögen und wenn es nur das ist, etwas zu Vermögen was andere nicht können, nämlich damit zu blenden.

In diesem Sinne liebe Grüsse von dem "Vermögenden"

Stan
05. November 2010

Hey Stan...

sorry...wenn es als Pauschalaussage ankam und Du Dich unbeabsichtigt von mir getroffen fühltest...
Jeder hat und darf mit seiner Sichtweise zum Gesamtbild beitragen...

Es ist toll sich von harter Arbeit seine Träume zu gönnen und entsprechende Anerkennung zu bekommen.
Wobei ich mich auf die Buben unter 20, die wirklich erst am Beginn ihres Arbeitsleben stehen bezogen habe.

LG
05. November 2010

Geld alleine macht nicht glücklich, aber es beruhigt. Nur auf die letzte Reise kann man es nicht mitnehmen. Ich persönlich bin mit dem zufrieden was ich habe, es reicht zum Leben und ich freue mich wennn ich davon noch etwas abzweigen kann für humanitäre Hilfe. Was nutzt es, sich Dinge zu kaufen, die man nicht braucht, um Menschen zu imponieren, die man nicht kennt ?

Gruß, Axel
05. November 2010

hmmm ich sehe es anders .... meiner meinung nach sollte man sich darüber unterhalten .... und gerade besser gestellte mit leuten die weniger gut gestellt sind .... ich habe schon mehrfach festgestellt das die wissenslücken da riesig sind und so etwas finde ich immer wieder erschreckend ....
in meinen augen hat es nichts mit neidern oder gönnern zu tun sondern mit verständnis für den anderen .... ich kann einem freund zb sehr gut seinen neu bestellten porsche gönnen und freue mich wenn ich erlebe wie er sich darauf freut
er schaut wie ein kleiner junge der sein weihnchstpaket auspackt
ABER ich möchte auch das er versteht warum ich meinem kind dieses jahr noch keine winterschuhe kaufen konnte

also dies in meinen augen kein tabu
06. November 2010
@Benoite

Ich bin mir in Deinen Aussagen nicht so sicher, ob es sinnvoll, in diesem Bereich zuviele Tabu´s zu brechen. Man redet somit den besserbetuchten Menschen ein schlechtes Gewissen ein, wenn man ihnen auf Schritt und Tritt erklärt, warum es einem nicht so gut geht.

Die Folge daraus wird eine größere Abkapselung sein. Menschen mit Geld werden sich immer weiter zurück ziehen und ihre eigene Welt schaffen, wie es eigentlich auch schon immer war. Man will nicht mehr von den Sorgen der anderen behelligt werden.

Mike
06. November 2010
Das ist schon passiert

Die Folge daraus wird eine größere Abkapselung sein. Menschen mit Geld werden sich immer weiter zurück ziehen und ihre eigene Welt schaffen, wie es eigentlich auch schon immer war. Man will nicht mehr von den Sorgen der anderen behelligt werden.

Es existiert schon lange eine Welt, in der Geld sinnfrei verbrannt wird und aus der auf den Rest der Welt mit Missachtung, Ekel und Abscheu geschaut wird. In dieser Welt, auch in der Bundesrepublik, existieren auch keine Gesetze mehr. Man kauft sich die richterlichen Entscheidungen. Ich erinnere immer gerne an meinen Lieblingsverbrecher ... Herrn Ackermann. Man klaut 50 Mio setzt 10% der Beute für die Bestechung des Gerichtes ein und hat nicht mal eine Bewährungsstrafe. Cool oder?

D.h. dass in diesem Bereich jedes Gesetz und jedes Gericht käuflich ist. Auch in unserem Rechtsstaat. Wenn es darum geht das Risiko der miesen Machenschaften zu tragen, da muss der Steuerzahler herhalten. Auch diese Gesetze sind durch käufliche Gesetzeshüter, bei uns käuflich durch intensive Lobbyarbeit, schon so eingerichtet worden.

Es gibt keinen Sinn sich darüber aufzuregen. Unsere Land hat eine Marionettenregierung, deren Fäden durch die Lobby geführt werden. Wenn man das weiß, dann weiß man auch warum es bei uns so läuft, wie es läuft. Unsere Politik ist nur noch ein Kindergarten zänkischer Selbstdarsteller.

Über die Lobbyarbeit hat die Regierung, haben alle Regierungen, das Tabu des Schweigens verhängt.

Modern Times
Hendrik
06. November 2010

Ich denke es ist wirklich ein Zweischneidiges Schwert...

Uns geht es gut, ich kann mich absolut nicht beklagen, aber doch gibt es Dinge, wo ich mir nicht leisten kann.

Dann sage ich eben...: es geht nicht, ich kann es nicht.
Fertig aus.
Ich mag gar nicht erklären, wieso, weshalb, warum, weil ich für mich da einfach denke, das geht niemanden was an.

Und was unsere Politik angeht, da kann ich nur eines sagen...:
Schämt euch alle... die gesamte Politik.
Die Rente wird um minimale % erhöht, aber woanders wird es wieder abgezwackt...
Rente bis 67, und wie lange LEBT man sein Leben, und ich meine wirklich LEBEN?
Warum bekommt ein Arbeitsloser mehr Geld, als wie jemand wo arbeitet?
Wieso können sich, gerade Ältere Menschen nicht mehr über Wasser halten, die ein Leben lang gearbeitet haben?


Fragen, Fragen über Fragen... über das Thema Geld.

Und wo ist hier ein TABU?

lg
Holly
06. November 2010

in diesem zusammenhang- geld, wäre ein tabu, über die verlustängste und den abstieg zu reden.
24. November 2010

Ich sehe es schon so dass über Geld reden ein Tabu ist. Die die sehr viel haben jammern immer sehr gern. Die die keines (mehr) haben hüllen sich in Schweigen.
Wenn man nicht mehr mithalten kann, wenn es nur noch um das geht was jeder hat, was sich jeder leisten kann, kommt man ins Abseits. Klar sind das dann die falschen Freunde. Aber ehrlich. Wenn jemand arbeitet wie ein Verückter und trotzdem geht alles den Bach herunter glaubt es niemand. Das einzige was bleibt ist Isolation gefolgt von Burnout und im schlimmsten Falle Todessehnsucht. Wenn man nachts nicht mehr schlafen kann vor Existenzangst. Nicht mehr weiß wie man alles bezahlen soll, der enorme Druck, die vielen Anrufe, Drohbriefe.... man nicht mehr am normalen Leben teilnehmen kann. Angst hat die Türe zu Verlassen, einkaufen zu gehen, auf Veranstaltungen zu gehen weil überall ein Gläubiger sitzen könnte, sobald das Telefon klingelt Schweißausbrüche bekommt.......... Die ganze Familie nur noch wegen Geld streitet, Freunde sich absetzen weil man nicht mehr ausgehen kann sich schämt und immer Ausreden sucht wie Krankheit, Überstunden etc.Man unter enormen Druck steht, ständig.
Es ist wie ein Strudel der einen mitreißt, dem Leben entreißt. Dei Angst regiert das Tun.

Geld beruhigt ungemein und man kann sich jeden tag sagen "Es gibt schlimmeres" "wenigstens ist man gesund" aber wie lange hält dieser Satz? Bis zum nächsten Anruf

lg Sie von PoL
24. November 2010
Geld...

Wenn Menschen sich nicht mal mehr trauen sich ihr Essen von den Tafeln zu holen...weil sie genau wissen sie werden erkannt das sie kein Geld haben...Armut-Scham in allen Ecken. Wie schlimm ist das denn ?
Menschen wollen dabei sein, mit machen, es muss nichts teures oder aufwendiges sein...doch wenn man seinem Umfeld immer wieder Ausreden präsentieren muss warum man grad nicht kann, tut das auch weh. Man will sich nicht als arm präsentieren...weil man dann eh nicht mehr gefragt wird "komm machen wir was zusammen". Geld ist ein Tabu....meistens wenn kaum was vorhanden ist.

Entweder grenzt man sich aus Scham selbst aus oder wird ausgegrenzt wenns denn bekannt wird.

LG
Babs

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